Die Lebervitalkur

von Marcus Stanton (Arzt) und Marlene E. Kunold (Heilpraktikerin)

Der Schmerz der Leber ist die Müdigkeit.
Ein einfacher Weg, um die Leber zu vitalisieren und Lebenskraft zu gewinnen.


So fragt auch auf Hawaii eine traditionelle Begrüßungsformel auf den Punkt genau: „Wie geht es Ihrer Leber?“ Denn die Leber ist die große Dulderin. Sie erträgt Kummer, Wut und Ärger, Zucker, Medikamente, Kaffee und Alkohol, Fett, Frittiertes, E-Stoffe bis ihr eines Tages „die Galle überläuft“. Ergo: Reinigung und Pflege tun Not. Gereinigt und gestärkt ist es viel leichter, den Belastungen des täglichen Lebens zu trotzen. Warum Reinigung? Selbst so vermeintlich „harmlose“ Dinge wie Zucker, weißes Mehl, Schokolade, Kaffee und frittierte Nahrung sind eine konstante Belastung für die Leber.


Medikamente müssen auch abgebaut werden

Die regelmäßige Einnahme von Medikamenten kann für Leber und Nieren zum Alptraum werden.
Menschen mit chronischen Schmerzen (z. B. Kopfschmerzen, die nicht zuletzt aus einer verstopften Leber resultieren können) gießen eigentlich mit ihrer Medikation immer mehr Öl ins Feuer, denn Leber und Niere werden zusätzlich belastet, was den Schmerzzustand verschlimmert, anstatt mit einer konkreten Reinigung zu entlasten (typische Beispiele hierfür sind Rheuma- und Schmerzmittel, sie verbrauchen viel von dem für die Leber absolut wichtigen Antioxidans Glutathion).


Manager, Monteur, Lagerist und Müllmann in einem

Unsere wichtigsten Entgiftungsorgane sind Leber und Nieren. Die Nieren und Harnwege sind sozusagen unser Abwassersystem und die Leber ist das Aschenputtel, was „die Guten ins Töpfchen, die Schlechten ins Kröpfchen“…. sortiert, aber auch alles abbekommt, was gegessen wurde. Man möge sich mal den Namen L E B E R auf der Zunge zergehen lassen. Ja genau, die Leber lebt uns nämlich. Sogar im englischen Wort „liver“ dringt diese Info durch.

Blutwerte haben nur begrenzte Aussagekraft

Nun spazieren viele Zeitgenossen mehr oder weniger regelmäßig zur Blutuntersuchung. Die Diagnose "Leberwerte im Normbereich" erteilt ihnen die Absolution. Doch welch Trugschluss! Es gibt keinen Test, der zuverlässig anzeigt, dass die Leber-Gallen-Gänge mit Abfall, Steinen, Grieß und Schleim überladen sind. Eine mit Giften, Ablagerungen und Gallensteinen "zugeklebte" Leber zeigt im Blutbild trotzdem möglicherweise wunderbare Werte, Dank sei den vielfältigen Kompensationsmechanismen. Eine Leberbelastung kann sich natürlich in den traditionellen Leberwerten, langfristig vor allem dem Gamma-GT, zeigen. Allerdings meist erst in einem signifikanten Stadium, weniger bei beginnenden Prozessen - dafür sind diese Marker zu eng mit Zellschädigung und Zelluntergang vergesellschaftet.

Ergebnis einer Leberreinigung :
Rechts die kleinen Steinchen aus den Gallengängen der Leber, links die klassischen Gallenblasensteine


Gallensteine finden sich also schon in der Leber

Leider wird die Tatsache, dass Lebergänge und Gallengänge verstopfen können, weitestgehend ignoriert. Warum? Weil man es eben nicht sehen kann. Weil man es mit bildgebenden Verfahren erst nachweisen kann, wenn die Steine eine gewisse Größe erreicht haben. Sogar dann zeigt eine Ultraschalluntersuchung oft nur einen Bruchteil dessen, was sich dort tatsächlich abspielt. Um auf dem Bildschirm sichtbar zu werden, müssen die Steine kalziumhaltig sein. In den meisten Fällen sind sie dies aber nicht, denn viele Steine sind Cholesterinsteine. Und weil die Auswirkungen wieder einmal so subtil sind, dass die Verbindung selten hergestellt wird, gibt es das Krankheitsbild "verstopfte Lebergänge" nicht.

Meldet sich die Gallenblase, wird sie leider meist entfernt

Wenn schließlich die Gallenblase mit Steinen vollgestopft ist und, um Aufmerksamkeit auf die Situation zu lenken, sich letztlich "nur entzünden kann", wird sie meist einfach operativ entfernt, "damit Ruhe ist". Grotesk, oder? Und die Leber steckt immer noch voll mit den Steinen! Die Symptome bleiben erhalten, die Verdauung kommt mit vielen Nahrungsmitteln nicht mehr klar, weil nicht genügend Gallensäfte bereitgestellt werden können: Der Speicher existiert ja schließlich nicht mehr! Und die geplagte Leber hat es nun noch schwerer, ihre Funktion zu erfüllen. Aber dafür "gibt es ja auch Medikamente" …

Eine versteckte Ursache

Eine solchermaßen gestörte Leberfunktion ist ein sehr weit verbreitetes Leiden, welches wiederum viele Befindlichkeitsstörungen zur Folge haben kann und mehr oder minder fast jeden Erwachsenen und zunehmend auch schon Kinder betrifft. Eine Patientin wurde als Kind mit Sahne und Butter voll gestopft. Ja, damals in der Nachkriegszeit dachte man, damit etwas Gutes zu tun. In jungen Jahren wurde ihr dann die Gallenblase entfernt, weil sie gefüllt war mit Gallensteinen. Die aktuelle Diagnose lautet "Leberzirrhose" - die Leber kann ja weiterhin nicht adäquat arbeiten. Keiner hat ihr je erzählt, dass aus den Lebergängen die Steine ebenfalls rausmüssen … und so hätte eine OP vielleicht zu einem früheren Zeitpunkt ganz vermieden werden können.

Nicht alles kommt von der Leber

Um nicht einem Schwarz-Weiß-Denken zu verfallen: Selbstverständlich kommen nicht auf einmal alle Krankheiten von der Leber, ebenso wenig gilt die Gleichung "Leber gesund = Mensch gesund." Das wäre Betriebsblindheit, denn ein Krankheitsgeschehen ist immer multifaktoriell. Worauf hier hingewiesen sein soll, ist der Umstand, dass sehr viele Krankheiten die Leber in Mitleidenschaft ziehen und häufige "zivilisatorische" (und damit meist ernährungsbedingte) Befindlichkeiten mit einer schwachen Leberfunktion vergesellschaftet sind bzw. diese hervorrufen.

Pfortadersystem



Ein Sheriff für eine sehr große Stadt:

Alle verdauten Nahrungsanteile wandern zuerst durch das Pfortadersystem in die Leber, wo sie umgebaut, verpackt und neu ausgesandt oder eingelagert werden.



Was ist zu tun?

Zwei Dinge: Als Erstes sollte die Leber kontinuierlich unterstützt werden. Hierfür eignet sich nach unserer Erfahrung in der Praxis am besten die tägliche Einnahme von Froximun, einem natürlichen Entgifter. Dieses gemahlene Vulkangestein, ein völlig natürliches Produkt, unterstützt nicht nur die Leber in ihrer Ausscheidungsfunktion, sondern hat noch dazu viele weitere wertvolle Effekte zur Gesunderhaltung. Mehr dazu gleich. Als Zweites sollte jeder gesundheitsbewusste Mensch mindestens einmal im Jahr die Nieren und mindestens zweimal im Jahr die Leber reinigen, um gesund zu werden bzw. zu bleiben. Wer noch nie seine Leber gereinigt hat, kann durchaus 5 - 7 Reinigungen im Abstand von 1 - 2 Monaten durchführen. Übrigens: Selbst ganz junge Leute können bei einer Leberreinigung Hunderte von Steinen in allen Grünschattierungen ausscheiden.

Ein Auszug aus dem Repertoire

Um die Auswirkungen einer lädierten Leber mal zu verdeutlichen, seien hier kurz einige ihrer Aufgaben genannt:
- Die Leber empfängt durch das zugeleitete Blut des Pfortader-Systems fast alle aufgenommenen Nährstoffe des Darmtraktes, aber auch potentiell gefährliche Erreger. In der Leber befinden sich die Kupfferschen Sternzellen, die eine wichtige Rolle in der Immunabwehr innehaben, indem Eindringlinge "gefressen" werden.
- In der Leber werden Gallensäfte zur Verdauung gebildet, das Blut gereinigt, Ammoniak aus dem Blut entfernt, Chemikalien und Schwermetalle (die wochenlang im Blut kreisen können, bevor sie abgelagert werden) aus dem Blut gefiltert. Diese Stoffe werden so schnell wie möglich ausgeschieden, über eine Koppelung an Träger, die die Löslichkeit verbessern. Mit dem Gallensaft werden diese Konjunktionen dann abgegeben.
-Kohlenhydrate, Proteine, Fette, Mineralien und Vitamine werden hier verstoffwechselt. Neue Zuckerverbindungen und nicht-essentielle Vitamine werden gebildet, Reservedepots aufgefüllt.
- Die Leber bildet u. a. Albumin, Glykogen, Prothrombin/Fibrinogen/Heparin für die Blutgerinnung, rote Blutkörperchen werden gemausert (wie auch in der Milz).
- Die Leber reguliert verschiedenste Hormone, indem sie diese abbaut. Arbeitet die Leber nicht richtig, führt dies zu erhöhten oder unbalancierten Hormonwerten im Blut, was z. B. im Bereich der Geschlechtshormone langfristig zu Gewebewucherungen in Brust, Gebärmutter oder Prostata führen kann. Bestenfalls bewirkt es "nur" ein prämenstruelles Syndrom (PMS), Depressionen, Kopfschmerzen, Wechseljahresbeschwerden, Unfruchtbarkeit oder Libidoverlust.

Verfettete Leber, mikroskopisch


Die hellen Areale sind eingelagerte Fettdepots, welche die Arbeit der Leberzellen stören und dadurch den Gallen- und Blutfluss behindern. Die Verfettung tritt bereits beim gesunden Übergewichtigen auf !



Der "Choleriker" heißt übersetzt: Der "Gallensaftige"

Die Leber ist das Organ, welches am meisten von Emotionen beeinflusst wird. Bekannt sind Aphorismen wie "gallig sein" oder "mir ist 'ne Laus über die Leber gelaufen". Die Leber ist der Ort des Ärgers, des Grolls, der Wut - vor allem, wenn diese Regungen unterdrückt werden. Dementsprechend kommt die Bezeichnung "Melancholie" vom "Schwarzen Gallensaft". Heute sind diese Betrachtungsweisen nicht gerade en vogue, haben aber trotzdem nichts an Aktualität eingebüßt.

Eine tapfere Leber klagt nicht

Man sagt, der Schmerz der Leber ist die Müdigkeit. Und ganz oft resultiert diese Müdigkeit und Schlappheit in der Depression. Stress wirkt sich direkt auf die Leber aus. Denn Stress verkrampft die Leber, und so sind auch die Leber-Galle-Gänge nicht entspannt genug, um den störungsfreien Durchfluss von Gallensaft zu gewährleisten. Das Lebergewebe selbst tut nicht weh. Allenfalls die Leberkapsel kann im Extremfall schmerzen, oder das Organ ist bereits derart vergrößert, dass es auf umliegende Strukturen drückt, die dann wiederum wehtun. Wenn Schmerzen im rechten Oberbauch auftreten, ist es meistens eher die Gallenblase, die da zwickt (oder Schmerzen zeigen sich im Bereich der Head'schen Zone auf der Schulter). Dann ist bereits dringender Handlungsbedarf angesagt - vor allem, wenn es unmittelbar nach einer Mahlzeit sticht. Ist die Gallenblase erst einmal massiv entzündet, wird meist das Skalpell als "einzige Lösung" vorgeschlagen.

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